Bevor ich aber zum Thema komme, kann ich erzählen, dass ich heute sehr gut und gesund gegessen habe. Naja, so gut wie heute werde ich leider nicht jeden Tag essen können. Ich war nämlich an Stelle meines Chefs heute auf einem Empfang einer Stiftung auf der der deutsche Executive Director der Welbank einen Vortrag gehalten hat. Das Essen war sehr lecker und der Vortrag war auch interessant. Außerdem waren viele wichtige Leute von Botschaften, andern Stiftungen, Lobbygruppen und Journalisten da.
Nach der Arbeit habe ich dann einen Spaziergang gemacht. Erst bin ich am weißen Haus vorbei zum Ufer des Potomac. Da bin ich dann am Ufer entlang gegangen und nach Georgetown, vorbei and der George Washington University und am Weltbankgebäude vorbei. Von da aus bin ich die Massachusett Avenue hochgelaufen, an unzähligen Botschaftsgebäuden vorbei. Irgendwann bin ich dann an der U-Bahnstation in Tenleytown angekommen. Aus meiem Spaziergang war eine dreistündige Wanderung in Anzug und Krawatte geworden. Auf dem Weg sind mir einige interessante Motive über den Weg gelaufen.
Besonders auffälig waren irgendwie die verschiedenen Schilder. Eines habe ich leider nicht fotografieren können. Dabei handelte es sich um einen "Partycrasher".
Es trug sich folgendes zu:
Ich ging gerade an der Botschaft des Vatikan vorbei (ja, die haben sowas), als ein Passant einen wachhabenden Polizisten ansprach, warum den hier so viel los sei. Daraufhin der Polizist ziemlich wörtlich: "Well, the Vatican is having a party tonight and we are waiting for a bunch of VIPs to show up." Das feierfreudige Vatikanvölkchen hatte seine Rechnung aber nicht mit dem Partycrasher gemacht. Der packte in Seelenruhe vor dem Eingang der Botschaft ein riesiges Schild aus, auf dem geschrieben stand: "Vatican hides pedophiles!" Damit sorgte er für leichte Unruhe vor der Botschaft.
Noch abgefahrener ist allerdings das Schild, das der Typ vorm weißen Haus auf dem nächsten Bild in der Hand hält.

Es geht dabei um den Attentäter Cho, der das Massaker in Blacksburg angerichtet hat. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Schild richtig deute, aber ich meine zu verstehen, dass der Träger überzeugt davon ist, dass Cho hypnotisiert war, um ihn (den Träger) in DC zu töten. Verantwortlich dafür soll das Weiße Haus gewesen sein und irgendwie haben auch Nelson Mandela, Henry Kissinger und ein paar andere etwas damit zu tun. Verdammt, ich hätte ihn fragen sollen, was er eigentlich will.

Bei diesem Schild war ich mir nicht sicher, ob man für 5 $ etwas über alle 6 aufgezählten Bereiche erfährt, oder ob man die einzeln zahlen muss. Außerdem frag ich mich was die Telefonnummer soll. Wenn Tiffany aus der Hand lesen will, dann hat das wenig Sinn.
Das nächste Bild hat auf den ersten Blick auch wenig Sinn, unterscheidet sich aber grundlegend von den vorherigen.

Hier geht es nämlich nicht um ein günstiges Mittagessen oder Frühstück das man ab 9 Uhr bekommt, sondern um Parkgebühren. Wer bis neun Uhr sein Auto abgeparkt hat (der frühe Vogel fängt den Wurm ;-)) braucht nur 11 $ Tagesgebühr zu bezahlen.

Wenn man also früh genug dran war und den early bird Tarif genutzt hat, bleibt noch genügend Geld übrig, um an einem dieser typischen Stände das eine oder andere einzukaufen.

Mexiko hatte wohl wegen hoher Parkhausgebühren nur die finanziellen Mittel für eine kleine Baulücke in DC. Dafür wurde einfach über die Nachbarn drübergebaut. Äußerst gelungene Kombination wie ich finde. Wenn ich das richtig gesehen habe, hat Mexiko aber noch ein anderes Botschaftsgebäude.

Das war halt auf meinem Weg und sieht irgendwie so amerikanisch aus.

Genau wie das hier. Giant ist eine große Supermarktkette, die 24 Stunden am Tag geöffnet hat.

An der American University hat man sich offensichtlich die Mensa gespart. Das nennt man mal cleveres Sponsoring.

Keine Ahnung, was diese Türme hier bedeuten, ich fand aber dass die mit aufs Bild müssen.
Für mich reicht das hier heute wieder. Deshalb bin ich jetzt raus.
Schöne Grüße schickt Euch
der WashingtonPoster
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